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Antilopen - Tapetenwechsel lyrics

Ich häng rum, trampel auf derselben Stelle,
vielleicht braucht mein Aschenbecher mal einen Tapetenwechsel.
Ich beobachte zwei Stubenfliegen beim Liebesakt
und nehm mir noch etwas Käse aus der Tausendgramm-Familienpackung.
Wo ist das Ketchup? Öhh, da ist das Ketchup!
Ich sollte das echt mal wegmachen, nee, lieber später.
Und hier liegt mehr Papier rum als bei einem besoffenen Lehrer,
doch ich kann mich nicht bewegen, irgendwie herrscht hier die doppelte Schwerkraft.
Ein kleiner Schritt für mich, für die Menschheit überhaupt keiner,
aber warum stellt mir der Staat auch keinen privaten Hausmeister,
ich find das skandalös, da sollte irgendwer was machen,
aber doch bitte nicht ich, und erstrecht nicht heute abend.

Ich häng rum, trampel auf derselben Stelle,
vielleicht braucht mein Aschenbecher mal einen Tapetenwechsel.
Es gibt so viele Sachen, man kann so vieles machen,
draußen warten Abenteuer, das Glück liegt auf der Straße.
Denk ich mir und google Auf gut Glück! mal nach "Glück"
und finde Vierundzwanzigmillionenachthunderttausend Hits.
Cool, aber was mach ich jetzt damit?
Ich tu so als ob ich drüber nachdenke und gehe ins Bett zurück
und versuche einzuschlafen, weils nicht klappt versuchs ich nochmal,
naja, dann bleib ich eben wach,
auch 'n geiler Tach.
In meinem nächsten Leben wär ich gerne Insekt oder Käfer
"Das ist das Gleiche, Daniel...", dann eben Seetang.

Hmm? Ne. Damit kann ich jetzt nicht soviel anfangen.
Was? Ne. Erzähl das doch mal lieber jemand anderes.
Was? Ne. Damit kann ich echt nicht so viel anfangen.
Hmm? Ne. Erzähl das doch mal lieber jemand anderes.

Ich häng rum, trampel auf derselben Stelle,
vielleicht braucht mein Aschenbecher mal einen Tapetenwechsel.
Ich glaub ich geh mal auf den Balkon, joa ist ganz cool,
ne, wobei, ist doch nicht so geil,
ich geh wieder rein.
Ich war doch mal Student, ich glaub ich geh zur Uni,
hm, schade, das war ein Fehler, alle sind dumm hier.
Ich kauf mir eine Pizza, aber sie schmeckt nicht,
ich kaufe mir etwas Farbe, aber sie deckt nicht.
Ich kaufe mir ein Rad, aber leider ist es eckig,
ich vergesse wo ich wohne und wasche mir meine Haare bei Mecces.
Ich versuche einem Drei-Meter-Plastik-Ronald McDonald einen zu blasen,
erbreche in einen Papierkorb, lege mich unter einen Busch und schlafe.

Ich häng rum, trampel auf derselben Stelle,
vielleicht braucht mein Aschenbecher mal einen Tapetenwechsel.
Ich glaube ich zieh nach Berlin, das wollt ich schon immer mal,
ne, das ist bestimmt ne Falle,
das machen ja alle.
Und die werden dann immer so arrogant,
vielleicht verlasse ich das Land,
irgendwohin wo es einfacher ist,
Nordkorea jedenfalls nicht.
Südkorea auch nicht, ich weiß nicht,
was riecht hier eigentlich so verbrannt?
Wo ist meine Zigarette?
Shit! Mist!
Ich hab ein Brandloch in der Hose,
ich springe vor Schreck auf,
ich stoße mir den Kopf an der Lampe und falle direkt zu Boden,
mit der Stirn auf ein Schlüsselbund, das ich schon lange suche,
hm, ich blute, naja, hat trotzdem was Gutes.

Hmm? Ne. Damit kann ich jetzt nicht soviel anfangen.
Was? Ne. Erzähl das doch mal lieber jemand anderes.
Was? Ne. Damit kann ich echt nicht so viel anfangen.
Hmm? Ne. Erzähl das doch mal lieber jemand anderes.